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Don`t let it get to you! Band 3

Don`t let it get to you! Band 3
Don`t let it get to you, Jane! Nicht jeder kann gerettet werden.
Klappenbroschur, 16+, 300 Seiten, 17 x 22 cm, ISBN 978-3-9815945-4-6

E-Books
EPub 978-3-9815945-8-4
Kindle 978-3-9816906-5-1



Cover

Wie bei den Bänden 1 und 2 hat auch dieses Cover Marie Sann illustriert. Es zeigt Jane, die neue Protagonistin der Reihe, im Manga-Stil. Die Welt der Mangas ist ihr sicherer Hafen, wo sie sich vor der Wirklichkeit versteckt. Für jeden ist sie als das Manga-Girl bekannt.
Von den beiden Cover der ersten Bände sind die zwei Figuren Mrs Williams und Savannah Hanson auf der linken Seite des Bildes wiederzuerkennen. Neu auf dem Cover, aber keine neue Figur in der Reihe ist Mike, Gitarrist in Bens Band, der, wie Jane, im Jugendheim lebt. Das Mädchen in der oberen rechten Ecke ist Brittany. Sie lebt auch im Jugendheim und hatte bereits im zweiten Band zwei kurze Auftritte.
Andere Charaktere der ersten Bände sind aber nicht vergessen. Ben, Sam, Charly, Troy und andere, sie alle haben in Janes Geschichte ihren Platz, da sie alle durch ein allumfassendes Motto miteinander verbunden sind: Don`t let it get to you!



Einführung

Dieses Jugendbuch/ Buch für junge Erwachsene ist der dritte Band der Don`t let it get to you!-Reihe. Ein Einstieg in die Bände 3 und 5 ist möglich, ohne zuvor vorangegangene Bände gelesen zu haben. Die vergangene Kindheit sowie gegenwärtige Erlebnisse der drei Protagonisten werden in jeweils zwei Bänden geschildert.

Das Lektorat hat Isabella Knoesel übernommen. Das Cover sowie die Abbildung auf der Buchrückseite wurden von Marie Sann illustriert.

Manga-Girl, wie die 17-jährige Jane genannt wird, lebt in einem Jugendheim in Memphis. Ihre leiblichen Eltern hat sie seit ihrem fünften Lebensjahr nicht mehr gesehen. Zusammen mit ihrer älteren Schwester Miranda wurde sie vom Jugendamt aus der Obhut der gewaltigen Eltern genommen und in eine Pflegefamilie gebracht. Die Mädchen sind froh, besonders dem Vater, der Miranda sexuell missbraucht hat, entkommen zu sein. Aber ihr Martyrium geht weiter. Sie werden wieder geschlagen, müssen hungern und werden von Pflegefamilie zu Pflegefamilie weitergereicht. Solange bis es Janes Schwester nicht mehr aushält und sich das Leben nimmt. Zurückgeblieben versucht Jane, sich auf der Straße durchzuschlagen, bis sie im Jugendheim unterkommt. Damals ist sie vierzehn Jahre alt.
Um der Realität zu entkommen, flieht Jane in ihre ganz eigene Welt und zeichnet Mangas. Besonders die Geschichten der Frauen, die sie bei einer Selbsthilfegruppe trifft, werden von Jane auf Papier gebracht. Dabei haben ihre Mangas immer ein Happy End, denn anders als in der wirklichen Welt werden die Opfer gerettet. Aber nicht jeder kann gerettet werden. So, wie vielleicht Jane? Sie ritzt sich und wünscht sich oft, bei ihrer Schwester zu sein.
Im dritten Band der Don`t let it get to you!-Reihe wird der Leser in die dunkle, selbstzerstörerische Welt eines zutiefst unglücklichen Teenagers geschickt. Schafft es Jane, sich nicht, von demvielen Leid um sie herum, unterkriegen zu lassen? Oder folgt sie ihrer Schwester in den Tod?
Als im zweiten Band der Reihe Ben seine Schwester Sam im Jugendheim besucht, tritt Jane erstmals in Erscheinung. Sie kümmert sich um Sam, zeigt ihr alles im Heim und hilft ihr beim Einzug in das Appartement des ältesten Bruders Charly. Im dritten Band bleiben beide in Kontakt, da Sam auf die gleiche Schule wie Jane gehen darf. Aber auch durch Mike, dem Gitarristen der Band Supernova Tommy Boy, der wie Jane im Heim lebt, gibt es stets eine Verbindung zu Ben, und Jane wird ihn wiedersehen.
Die Protagonisten der Don`t let it get to you!-Reihe stehen zueinander in Beziehung. Auf dem Weg ins Erwachsenenleben entwickelt sich jeder von ihnen anders, auf seine ganz bestimmte Art und Weise. Es ist spannend zu sehen, wie sich dabei der Kontakt zwischen ihnen verändert.



Klappentext

Jemandem hilflos ausgeliefert sein und jeder schaut weg - Jane weiß, wie das ist. Sie erlebt keine unbeschwerte Kindheit. Hunger, Schläge, Missbrauch. Wenn Erwachsene, statt wegzusehen, etwas getan hätten, wäre vieles nicht geschehen. Miranda, Janes ältere Schwester, könnte heute noch leben.
Die Gedanken an die Vergangenheit und die Angst vor der Zukunft bringen Jane dazu, sich vor der Realität zu verstecken. Sie flieht in ihre ganz eigene Welt und zeichnet Mangas. »Manchmal wünschte ich, ich wäre selber eins. Das Gezeichnete kann man wieder wegradieren und neu zeichnen, verstehst du?« So erhält sich Jane am Leben, obwohl sie viel lieber bei ihrer Schwester wäre.
Don`t let it get to you! - Die Reihe geht mit Jane, dem Manga-Girl, weiter und schickt den Leser in die dunkle, selbstzerstörerische Welt eines zutiefst unglücklichen Teenagers.



Leseprobe

Leseprobe aus Kapitel 9 - Mike

....
Eine Stunde später war Mike da. Wir standen beide neben der Garderobe und schauten uns an. Keiner wusste so richtig, was er sagen sollte. Verlegen lächelte ich und suchte nach einer Floskel, um ein Gespräch zu beginnen.
Schließlich war es Mike, der den Anfang machte: »Also, Jane. Ich bin jetzt hier. Möchtest du mit mir wegen gestern reden?«
»Gestern?«, fragte ich verwundert.
»Ja, gestern. Schon vergessen? Ich habe in der Selbsthilfegruppe meine Geschichte erzählt. Das habe ich nur gemacht, damit du endlich mit mir sprichst.«
»Ich weiß, dass du mich gemeint hast. Und ich kann mir vorstellen, dass es dich ziemliche Überwindung gekostet haben muss, dorthin zu gehen und vor lauter Frauen über deine Vergangenheit zu reden, zumal du die Gruppe ja auch immer abgelehnt hast. Aber ich kann nicht so frei über mich reden wie du. Ich habe es nicht gelernt, damit umzugehen.«
»Jane.« Mike fasste meine Arme. »Ich habe auch lange gebraucht, bis ich mit meiner Vergangenheit umgehen konnte. Zuerst musste ich lernen, es zu akzeptieren. Also, das mir das tatsächlich alles passiert ist. Natürlich hat es mir gestern trotzdem wehgetan, als ich darüber sprach. Komm lass uns erst mal hinsetzen.«
Wir gingen zur Couch und setzten uns. Ich guckte zu den Fischen und bildete mir ein, sie würden uns beide beobachten.
»Jane, hörst du mir zu?«, fragte Mike und strich mir dabei übers Haar.
»Ja, ich höre dir zu.«
»Und? Möchtest du es versuchen?«
»Was versuchen?«
»Mit mir darüber zu reden.«
»Mike, du weißt doch, was meiner Schwester und mir passiert ist. Das brauche ich dir doch nicht zu erzählen.«
»Alles weiß ich mit Sicherheit nicht. Außerdem geht es eher darum, darüber zu sprechen als ... Wie soll ich das sagen? ... als es zu vermitteln. Verstehst du?«
Ich nickte.
»Aber weißt du, Mike. Ich habe keine Lust dazu. Ich möchte auch gar nicht, dass du alles so genau weißt. Es geht dich nichts an.«
Mike wich mir mit seinem Blick aus. Meine letzten Worte ärgerten ihn. Er war mein Freund, und ich als seine Freundin sollte ihm doch alles anvertrauen können. Wovor hatte ich Angst? Dass er es dem Nächstbesten erzählt? Mit meiner Vergangenheit hausieren geht? Die letzten Jahre hatten doch eigentlich gezeigt, dass ich mich auf ihn verlassen konnte. Es war nicht in Ordnung, ihn so vor dem Kopf zu stoßen.
»Tut mir leid, Mike. Es ist mir so rausgerutscht«, sagte ich mit leiser Stimme.
»Nein, Jane. Da ist dir nicht einfach so rausgerutscht. Weißt du, was mir in den letzten Jahren so geholfen hat?«
Ich schüttelte den Kopf.
»Ich habe an die Liebe geglaubt.«
Mike legte seine Hand auf meinen Schoß und sah an mir herunter.
»Es sind nicht alle Menschen gleich, weißt du. Aber es gibt sie noch, Jane. Die Menschen, die Liebe empfinden können. Die noch wissen, was Liebe ist. Schade, dass du nicht zu ihnen gehörst oder nicht mehr. Irgendwie habe ich mir das schon gedacht. Die letzten Wochen habe ich so oft an dich gedacht.«
»Mike ...«
Ich begann zu weinen.
»Jede Nacht und immer wieder, wenn mir ein paar gute Gedanken kamen, habe ich etwas aufgeschrieben. Ein Gedicht. Das habe ich für dich geschrieben, Jane. Vielleicht hilft es dir.«
Er nahm aus einer seiner Hosentaschen ein Blatt Papier und gab es mir.
»Hier, Jane«, sagte Mike und stand auf.
Mit Tränen erstickter Stimme rief ich: »Mike, ich habe dich wirklich lieb.«
Er lächelte, ging zur Tür und drehte sich noch ein Mal zu mir um. Ein letztes Mal.
»Ich weiß. Lies es dir durch. Okay? Am besten gefällt mir die Zeile ›That only the love let you feel alive‹. Mach`s gut, Jane.«
Mike verließ das Appartement. Erstarrt blieb ich auf der Couch sitzen, aber ich war nicht allein. Seine Gedanken blieben.

To the Love

Sacred emotions - are they gone forever?
Hate and despair - they will leave us never
Apparently - I think we are too well
Or, are we just under a stunning spell?

Marching like robots through life toward death
What do I need? Fortune? Success?
What do I already have is what I continuously feel
Now it comes out, so let me reveal

I still have, and had already before
The love
For my heart and for my soul

And for my belief
`Cause love is what relieves

To the love, I feel it
So, let me sanctify it

And when not the love
May I`m damned forever
I would commit a sacrilege
My own one
And there would be no bridge
As a saving path doesn`t matter

To the love, I say it
May my days are covered by shadow
In the darkest gloom, my days shall flow
Shall flow and shape a river
A river of sadness, a river of pain
Blood and tears forever
I would never complain

To the love, I call it
I would beg for no mercy
`Cause I would lie to myself
If I would not adoring the love
`Cause I would break my heart myself
If I would not believing in love

That`s why I would rather die
Before I forget feeling alive
And perhaps we should tell them
That only the love let you feel alive

So, I raise my voice and shout
TO THE LOVE

Immer wieder las ich sein Gedicht, seine Gedanken, so lange, bis es mir wieder einfiel. Damals im Jugendheim hatten wir uns manchmal auf dem Spielplatz bei der Schaukel getroffen. Bei klarer Nacht, wenn der Schein des Mondes und der Sterne in mein Zimmer fiel, mich weckte und nicht mehr schlafen ließ, ging ich raus zum Spielplatz. Ich begann zu schaukeln, schaute dabei zum Sternenzelt oder schloss meine Augen und genoss es, wie meine Haare hin und her wehten. Irgendwann kam Mike dazu und setzte sich auf die Schaukel neben mir. Nachdem er mir eine Weile beim Schaukeln zugesehen hatte, fing er immer an, mir Geschichten zu erzählen. Er plapperte wie ein Wasserfall, aber es gefiel mir, und ich ließ ihn reden. Ich hätte Mike einfach mal zuhören sollen!
...

Unverkäufliche Leseprobe des Doreen Gehrke Verlags. Die Verwendung dieser Leseprobe, ob nun auszugsweise oder in vollem Umfang, ist ohne schriftlicher Zustimmung des Doreen Gehrke Verlags urheberrechtswidrig. Auch eine Übersetzung der Leseprobe sowie die Verwendung in elektronischen Systemen ist strafbar.



Buchrückseite

Das Bild zeigt Jane und Mike auf dem Spielplatz des Jugendheims. Immer wenn der Mond so hell in Janes Zimmer schien und sie nicht schlafen konnte, zog es sie nach draußen. Oft kam Mike dazu.
Er versucht, so wie er es immer tat, Jane klarzumachen, wie man einfacher durchs Leben gehen kann. Aber Jane schaukelt nur so vor sich hin und ist in Gedanken ganz woanders. Später wird Jane sich fragen, warum sie ihm niemals zugehört hat.



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