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Don`t let it get to you! Band 2

Don`t let it get to you! Band 2
Don`t let it get to you, Ben! Du musst dich nicht um sie kümmern.
Klappenbroschur, 14+, 360 Seiten, 17 x 22 cm, ISBN 978-3-9815945-3-9

E-Books
EPub 978-3-9815945-7-7
Kindle 978-3-9816906-1-3



Cover

Bens Geschichte geht weiter. Auf dem Cover des zweiten Bandes (Copyright Marie Sann) sind wieder die wichtigsten Personen dargestellt. Natürlich Ben in der Mitte, mit der Aufschrift »Supernova Tommy Boy« auf seinem T-Shirt, die vermuten lässt, dass er wohl doch eine neue Band gründen konnte.
Sein Support-Team, ohne das Ben »Entertain Us« ganz sicher nicht überstanden hätte: Troy und die beiden Charlys.
Neu auf dem Cover sind Mrs Williams (oben rechts), Pflegerin in einer Psychiatrie und Savannah Hanson, Sozialarbeiterin im Jugendamt. Beide spielen nicht nur in diesem Band, sondern auch in den Folgebänden der Jugendbuchreihe eine wichtige Rolle.



Klappentext

Im zweiten Band der Don`t let it get to you!-Reihe hat es Ben bis nach New York zu den Bühnen-Shows gebracht. Doch die Geschehnisse dort zwingen ihn immer mehr, sich mit sich selbst auseinander zu setzen, was ihm aufgrund seines aggressiven Verhaltens offensichtlich zu schaffen macht. Hinzu kommt der Aufenthalt der psychisch kranken Mutter in einer Klinik in Memphis, weshalb sich das Jugendamt eingeschaltet hat. Aber Ben und seine jüngere Schwester Sam haben Glück. Er darf bei der Show weitermachen und Sam kann vorerst beim älteren Bruder Charly bleiben. Bis zu dem Abend als Charly überfallen und brutal zusammengeschlagen wird. Ben fliegt zurück nach Memphis, um nach seinem Bruder zu sehen und kann nicht verhindern, dass seine Schwester in ein Jugendheim gebracht wird.
Er selbst darf bei der Musik-Show weitermachen, aber geht es ihm wirklich noch um die Show und seine Karriere, wenn er sieht, dass seine Familie auseinanderbricht? Oder haben sich seine Prioritäten, aufgrund der Probleme in seiner Familie und der Probleme, die er zunehmend auch mit sich selbst hat, schon längst geändert?



Leseprobe

Leseprobe aus Kapitel 9 - Straßenköter haben ein besseres Sozialverhalten als einige Menschen!

....
Im Jugendheim angekommen, begrüßte ich zuerst Sam auf der Skaterbahn. Sie sollte am Nachmittag wieder von Charly abgeholt werden. Ich wollte mitkommen und helfen, und wir vereinbarten, dass sie mich, wenn Charly da wäre, aus dem Musikraum abholen würde, notfalls mit Gewalt.
Im Musikraum fand ich Mike allein vor, der auf seiner Gitarre den neuen Song »Neverland« spielte. Er erzählte, dass Tom mit Miss Hanson und anderen Leuten bei Nicks Mom verabredet sei. Genaues konnte er nicht berichten, nur, dass Nick am Abend zuvor nicht zu erreichen war.
Diese Nachricht war natürlich nicht besonders beruhigend, aber zumindest tat sich etwas in Nicks Fall. Mike war sich aber sicher, dass Nick zu diesem Treffen erscheinen würde, weil Tom ihm eine SMS geschickt und ihn gebeten hatte, zu kommen. Nick hörte immer auf Tom. Er war grundsätzlich zuverlässig und außerdem würde Nick sich sicher fühlen, wenn Tom dabei wäre. Mike war felsenfest davon überzeugt, dass es mit Nick klappen würde, was mich erstaunte, weil Mike am Tag zuvor noch komplett anderer Auffassung gewesen war. Vielleicht klammerte er sich auch nur an den Wunsch, es würde schon alles gut gehen.
Wegen meines Muskelkaters setzte ich mich langsam auf eine Couch und Mike machte sich über mich lustig. Er kam sofort auf Charlys neue Wohnung zu sprechen und wollte wissen, was für schwere Tätigkeiten ich verrichtet hatte. Schwere Kartons tragen? Möbel schleppen? Ich hätte einfach »Ja« sagen können, aber ich entschied mich für die peinliche Wahrheit, um mich frühzeitig als Schwächling zu outen. Zuerst schielte Mike mich an. Dann versuchte er vergebens ein Lachen zu unterdrücken und brauchte anschließend eine ganze Weile, bis er sich wieder beruhigt hatte.
Ich hatte gerade eine passende Sitzposition eingenommen, als Jane durch die geheime Tür den Raum betrat. Ein Strahlen ging von ihr aus und der abgedunkelte Raum schien auf einmal heller zu werden. Sie meinte, nicht lange stören zu wollen, aber meinetwegen hätte sie für immer bleiben können.
»Ich wollte nur Bescheid sagen, dass ich heute Nachmittag leider nicht mitkommen kann. Ich treffe mich mit ein paar Freundinnen, muss auch gleich los und wollte mich nur von dir verabschieden.«
Meine Hamsterbacken fielen abrupt in sich zusammen. »Was? Du verlässt mich? Warum denn das?«, fragte ich wehmütig und sah in den Augenwinkeln wie Mike die Stirn runzelte. Jane errötete und kicherte.
»Nein, Ben, ich verlasse dich doch nicht. Wir werden uns nur erst im Dezember wiedersehen, weil ich bis zu Sams Auszug am Samstag nicht hier sein werde. Das ist alles.«
»Das ist alles?«
Ich schmollte und versuchte aufzustehen, weil ich sie zum Abschied umarmen wollte. Dabei stöhnte ich wie ein alter Mann, der tausend Gebrechen hatte. Jane kicherte wieder und wir umarmten uns. Ich hielt sie fest. Nein, eigentlich hielt ich mich an ihr fest, weil ich allein kaum stehen konnte.
»Lässt du mich wieder los, Ben?«
»Ja, ja. Lüg mich aber wenigstens an, dass du auch Muskelkater hast«, bat ich sie mit einem gequälten Lächeln.
»Mir tut wirklich alles weh. Ich habe Muskelkater bis runter in den kleinen Zeh und am meisten tun mir die Schultern weh.« Sie grinste.
»Das mit dem Lügen müssen wir aber noch üben. Bis zum Dezember dann«, sagte ich.
»Ja, Ciao.«
So schnell wie sie den Raum betreten hatte, verließ sie ihn auch. Ich quälte mich zurück auf die Couch und sah meinen Ordner, offen auf dem Tisch liegen.
»Ich hoffe, du hast nichts dagegen, dass ich mal geblättert habe«, sagte Mike.
»Nein, natürlich nicht. Es wundert mich nur, dass gerade dieser Song aufgeschlagen ist.«
»Warum?«
»Weil ich genau diesen Text Charly gegeben habe. Für das Finale morgen muss er noch einen eigenen Song präsentieren, und weil er noch keinen Text hatte, gab ich ihm diesen.«
Mike schaute mich erstaunt an. »Du vergibst deine Texte einfach? Damit hätten wir auch gut was anfangen können.«
»Charly will rappen. Ich glaube kaum, dass er diesen Text eins zu eins übernimmt, falls er überhaupt etwas davon nimmt. Vor zwei Wochen hatte er nur noch nichts, obwohl er meinte, er hätte auch eigene Texte. Das glaubte ich ihm aber nicht und deshalb gab ich ihm den. Der war mir gerade eingefallen. Ich weiß gar nicht warum«, versuchte ich, zu erklären.
»Also, ich glaube schon, dass du weißt, warum dir gerade dieser Text eingefallen ist. Diese Geschichte haben wir alle erlebt. Warte mal. Ich lese ihn mal vor und dann kannst du mir recht geben.«


»Come with me«


Hey, you, I can see you
Surrounded by darkness
In your hands and in your soul
Hands, you should use for climbing
Out of the darkness, to me

Hey, you, see me
Surrounded by the light
In my hands and in my soul
It shows you the way
Out of the darkness, to me

So, come to me
Me, who welcome you
A journey so far from here to there
There, where life is beautiful and free

Come with me
Don`t let it get to you
Come with me
Join yourself in life
Come with me

Hey, you, I can see you
Standing here at the cross
Hey, you, I can see you
Deciding for death or for life
It`s up to you

Hey, you, can`t you see me
Standing here, surrounded by the light
Hey, you, can`t you see it
The light is shining so bright
It`s up to you

So, come to me
Me, who welcome you
A journey so far from here to there
There, where life is beautiful and free

Come with me
Don`t let it get to you
Come with me
Join yourself in life
Come with me

Hey, you, I can see you
With me and together
We`re sailing
Hey, you, you see me
We`re sailing together
A helmsman, we don`t need
Hey, you, you and me
No navigation, no plan
Not for life, not for future
Hey, man, you have it in your own hand
Your future isn`t planned

So, come with me
Me, who welcome you

Come with me
Don`t let it get to you
Come with me
Join yourself in life
Come with me

»Man braucht dich gar nicht persönlich zu kennen, Ben. Deine Auftritte bei ›Entertain Us‹ haben deutlich gezeigt, wie du dich von der Dunkelheit ins Licht gekämpft hast. Mag sein, dass viele Zuschauer das nicht erkannt haben, aber frag mal Tom. Viele mit denen wir deine Auftritte geguckt haben, hatten den Eindruck, jemanden auf der Bühne zu sehen, der das Gleiche durchmachen musste, wie sie«, erklärte Mike. Seine Augen glänzten.
Daraufhin erwiderte ich: »Ich habe ganz bestimmt nicht das Gleiche wie ihr durchgemacht.«
»Ben, es kommt aufs gleiche Ergebnis raus. Nämlich, dass man sich von der Scheiße hat fertig machen lassen. Don`t let it get to you! Das hast du geschafft und darauf kannst du dir was einbilden, denn die meisten schaffen es nicht. Und damit meine ich nicht nur die Kids auf der Straße oder hier im Heim, sondern auch die da draußen, die denken, es würde ihnen gut gehen. Ben, kannst du dir nicht vorstellen, was es für Hoffnung in den Kids ausgelöst hat? Endlich mal einer von uns. Keiner ist verloren! Don`t let it get to you! Diesen Spruch sollte man sich spiegelverkehrt auf die Brust tätowieren lassen, um ihn jeden Morgen, wenn man vorm Spiegel steht, lesen zu können. Das würde einem schon viel helfen, durch den Tag zu kommen.«
Es wurde still um uns. Mike legte den Text zurück in den Ordner, lehnte sich im Sessel zurück und dachte, wie ich, über das Gesagte nach.
»Diese Message ist in jedem deiner Texte zu finden«, brach Mike das Schweigen und sagte weiter: »Unbewusst gewusst, kann ich dazu nur sagen.«
Ich fummelte mit meinen Fingern auf der Lehne der Couch herum und fand ein Loch im Bezug, dass ich hastig vergrößerte. Dann wanderten meine Finger an meine Schläfe, ins Haar und zurück auf meine Wange.
»Magst es nicht wahrhaben, richtig?«, fragte Mike lässig aus dem Sessel.
»Ich mache Kids Hoffnung? Meinst du das wirklich?«, fragte ich ihn ungläubig
»Klar, meine ich das. Warum wundert dich das so?«
»Weiß nicht. Vielleicht weil ich auf der Schule ein Einzelgänger war. Selbst den jüngeren Schülern sah ich an, dass die mich doof fanden. Ich bin kein anderer Mensch, nur weil ich auf der Bühne einen Seelenstriptease hingelegt habe. Manchmal ...«
Mike nickte verständnisvoll.
»Bist du auch nicht. Aber viele schaffen es nicht, sich abzugrenzen. Deshalb schließen sie sich der Masse an und tun so, als ob sie dich scheiße finden und machen Dinge, die sie normalerweise niemals machen würden. Das ist ganz normal.«
...

Unverkäufliche Leseprobe des Doreen Gehrke Verlags. Die Verwendung dieser Leseprobe, ob nun auszugsweise oder in vollem Umfang, ist ohne schriftlicher Zustimmung des Doreen Gehrke Verlags urheberrechtswidrig. Auch eine Übersetzung der Leseprobe sowie die Verwendung in elektronischen Systemen ist strafbar.



Buchrückseite

Zu sehen ist Ben in einem kleinen Motorboot, wie er gemächlich auf dem Wasser schippert - mit seiner Gitarre als einzige Begleiterin, denn mehr braucht er nicht. Bei einem Telefonat erzählt Ben seiner Susi, was sich Charly alles von seinem schwerverdienten Geld leisten wird, nachdem er »Entertain Us« gewonnen hat und ein Star geworden ist. Neben Privatjets und Luxusvillen in zahlreichen Ländern (vor allem in Frankreich/ Saint Tropez) soll auch eine ganze Flotte von teuren Jachten sein Eigen sein. Dem kann Ben nichts abgewinnen und sieht sich eher mit einem bescheidenen Motorboot den Mississippi rauf und runter schippern, da er einer Karriere im Eiltempo nahezu feindlich entgegensteht. Er möchte der Steuermann sein, er entscheidet wie und wie schnell er bekannt und erfolgreich werden soll.



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