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Don`t let it get to you! Band 1

Don`t let it get to you! Band 1
Don`t let it get to you, Ben! Du bist nicht allein.
Broschur, 14+, 324 Seiten, 17 x 22 cm, ISBN 978-3-9815945-2-2

E-Books
EPub 978-3-9815945-6-0
Kindle 978-3-9816906-3-7



Cover

Das Cover wurde von Marie Sann erstellt und zeigt die im Buch wichtigsten Personen. Protagonist Ben ist im Vordergund mit einer Gitarre dargstellt. Er ist Musiker, und die Aufschrift »Rock« auf seinem T-Shirt suggeriert zudem, dass er Rockmusik spielt.
Unten rechts sind seine Mutter Julia und sein älterer Bruder Charly zu sehen. Vervollständigt wird Bens Familie durch seine jüngere Schwester Sam, die links unten dargestellt ist. Charly legt seine Hand auf die Schulter der Mutter - er fühlt sich für die Familie verantwortlich.
Ben ist heimlich in Susi (links neben ihm), seine Nachbarin und Schulfreundin, verliebt, die ihn immer an Pocahontas erinnert.
Bei einem Casting für die Musik-Show »Entertain Us« lernt Ben Charly (obere rechte Ecke) kennen, der ihn nicht nur während der Show begleitet, sondern auch sein bester Freund wird.
Die etwas düster wirkende Gestalt zwischen beiden Charlys ist Troy, Eigentümer des genialen Musikgeschäfts »Troy‘s Little Music Store«.



Einführung

Bei »Don`t let it get to you, Ben! Du bist nicht allein.« handelt es sich um ein Jugendbuch/Buch für junge Erwachsene. Es ist der erste Band der sechsbändigen Don`t let it get to you!-Reihe, die die Geschichten von drei Teenagern erzählt. Ein Neueinstieg in den Bänden 3 und 5 ist möglich, ohne zuvor vorangegangene Bände gelesen zu haben. Die vergangene Kindheit sowie gegenwärtige Erlebnisse der drei Protagonisten werden in jeweils zwei Bänden geschildert.

Das Lektorat hat Stefanie Lemke übernommen und das Cover wurde von Marie Sann illustriert.

Ben ist Musiker. Wenn er nicht essen, trinken oder schlafen müsste, würde Ben darauf verzichten, solange er nur Musik machen kann. Als Teenager ändern sich die Prioritäten aber manchmal ziemlich schnell. Seine Bandkollegen beginnen, sich anders zu orientieren und haben keine Lust mehr auf die Band.
Ben, der so schon eher der sensible Typ ist, lässt sich deswegen gehen und ist weit entfernt von Don`t let it get to you! Oder wie es im Klappentext steht: Man ist für sein Leben selbst verantwortlich, und man sollte es selbst in die Hand nehmen, und nicht darauf warten, dass jemand kommt, einen an die Hand nimmt und zeigt, wie man sein Leben leben kann. Denn es heißt auch nicht umsonst »Können liegt im Wollen«. Aber so einfach, wie es sich anhört, ist es meistens nicht. Äußere Einflüsse, wie Arbeit, Familie und Freunde können einen behindern, seinen eigenen Weg zu gehen. Aber nichts ist schwerwiegender, als sich selbst im Weg zu stehen.
Es wird keine neue Band kommen, die mit Ben Musik machen möchte. Er muss es schon selbst in die Hand nehmen. Gegen seine Abneigung zu Musik-Shows, die ständig und überall herumgeistern, nimmt Ben an einer teil. Dort versucht er, sich durchzuschlagen. Das ist alles andere als einfach für ihn. Denn Ben hat noch nicht verstanden, dass er im Leben immer wieder mit Leuten zu tun haben wird, von denen er nicht viel hält. Zudem wird Ben immer mal wieder in Situationen geraten, die es einem schwermachen, mit ihnen zurechtzukommen.
Hinzu kommt, dass Bens Umfeld alles andere als perfekt ist. Zu Hause gibt es immer wieder finanzielle Probleme. Es gibt kriminelle Freunde. Eine alleinerziehende Mutter, die sich für ihre Kinder halb tot gearbeitet hat und an Depressionen und Angstzuständen leidet. Daher kommt Vieles zusammen, was für Ben kaum zu verkraften ist.

In diesem Buch geht es nicht nur um das Abenteuer »Musik-Show«, sondern vielmehr um Familie und Freundschaft.



Klappentext

»›Mark Twain soll einmal gesagt haben: Twenty years from now you’ll be more dissapointed by things you didn`t do than by the ones you did do. So, throw of the bowlines. Sail away from the save harbour, catch the trade winds in your sails. Explore. Dream. Discover.‹, hörte ich Stimme meiner Englischlehrerin, als ich mal nicht aus dem Fenster schaute und an mein langweiliges Leben dachte. Mark Twain hatte recht, und ich spürte, wie meine Wangen Feuer fingen, weil ich mich so sehr angesprochen fühlte.«
Man ist für sein Leben selbst verantwortlich, und man sollte es selbst in die Hand nehmen, und nicht darauf warten, dass jemand kommt, einen an die Hand nimmt und zeigt, wie man sein Leben leben kann. Denn es heißt auch nicht umsonst »Können liegt im Wollen«. Aber so einfach, wie es sich anhört, ist es meistens nicht. Äußere Einflüsse, wie Arbeit, Familie und Freunde können einen behindern, seinen eigenen Weg zu gehen. Aber nichts ist schwerwiegender, als sich selbst im Weg zu stehen. Ben wird diese Erfahrungen machen und will, muss, sollte sich dabei ständig vor Augen halten: Don`t let it get to you!



Leseprobe

Leseprobe aus Kapitel 10 - Die Russen gehen nicht mal ohne Plan aufs Klo!

....
Wir parkten auf dem Boulevard. Die Sonne stand bereits hoch am Himmel, und die Geschäfte waren geöffnet. Sleepy Water hatte nur ein Musikgeschäft, aber das hatte es in sich. Man sollte meinen, in so einem kleinen Nest wie diese Stadt müsste man alles bestellen, aber weit gefehlt. Troy Jackson hatte seine Mutter früh verloren, aber viel geerbt. Ihm gehörten ein Mietshaus in der Innenstadt, ein Haus etwas außerhalb von Sleepy Water, das er selbst bewohnte, und dann noch zwei Geschäftshäuser in bester Lage auf dem Boulevard. In einem der Geschäftshäuser waren das Internetcafé und ein Nagelstudio untergebracht. Aber das zweite Haus, in dem seine Mom damals einen Handarbeitsladen geführt hatte, hatte er ausgebaut und unterhielt seitdem ein Musikgeschäft.
Das Geschäft nahm drei Etagen ein. In der untersten Etage waren CDs, Vinylplatten, DVDs und Zeitschriften zu finden. Leute standen mit Kopfhörern vor CD-Playern und bewegten sich zum Beat. Bildschirme an den Wänden flimmerten um die Wette, und es konnten Musikvideos und Konzertaufnahmen bestaunt werden. Eine Treppe führte nach oben. Die zweite Etage bot eine Auswahl an Musikinstrumenten. In der Mitte stand ein Schlagzeug aufgebaut. Daneben ein Bass, eine E-Gitarre, drei Mikrofone. Als ich dort hinschaute, musste ich unweigerlich an meine alte Band denken. Man hätte sich sofort an die Geräte machen und losspielen können. Wehmut machte sich bei mir breit. Ich wollte mir aber nichts anmerken lassen und suchte zügig den Weg zur Treppe. Ganz oben angekommen, pflanzte ich mich in einen Sessel der Lounge und starrte durchs große Panoramafenster.
Charly war von dem Laden begeistert und beschwerte sich, dass ich ihm nicht schon vorher von dieser ›musikalischen Begegnungsstätte‹, wie er den Laden nannte, erzählt hatte. Er setzte sich mir gegenüber. Schaute nach links und rechts und kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus.
»Ich kann nicht glauben, was ich hier sehe. Diese Stadt war noch nicht mal von meinem Navi zu finden. Aber so einen irren Laden habt ihr hier. Nicht zu fassen. Kennst du den Besitzer?«
Ich schaute immer noch aus dem Fenster und dachte an meine Mom. Erst als Charly winkte und mich fragte, ob alles in Ordnung sei, sagte ich: »Muss diese Dreckssonne eigentlich jeden Tag scheinen? Sie tut ja so, als ob überhaupt nichts geschehen wäre.« Charly guckte erst ganz verdutzt, dann presste er seine Lippen aufeinander und nickte.
»Ich werde mal diese tollen Automaten dort drüben ausprobieren und uns Frühstück besorgen.«
Er zeigte auf die Versorgungsmaschinen dieser ›musikalischen Begegnungsstätte‹ und hüpfte aus seinem Sessel. Es gab einen Automaten mit Sandwiches, dann einen mit süßen Teigwaren und einen Kaffeeautomaten. Charly schleppte alles ran, was er meinte, das wir essen und trinken müssten.
Ich nahm mir einen Blaubeer-Muffin und begann zu erzählen.
»Troy Jackson ist etwa ein oder zwei Jahre älter als mein Bruder. In der Schule war er ein Außenseiter und immer alleine unterwegs. Gesprochen hatte er fast nie und eigentlich kannte ihn auch keiner. Und weil er so verschwiegen war, lästerten die Leute und verbreiteten Gerüchte über ihn. Manchmal waren ganz schlimme Sachen dabei. Dass er schwul sei, war noch am harmlosesten. Nach der Schule war er dann weg. Erst als seine Mutter starb, kam er wieder. Sanierte die Häuser, die er geerbt hatte und eröffnete dieses Musikgeschäft.«
....
Aber Troy entpuppte sich als Geschäftsmann.
»Nach der Schule wollte ich so schnell wie möglich aus diesem Kaff raus und meinte, New York wäre genau das Richtige für mich. Als Landei war anfangs auch alles ziemlich beeindruckend. Ich fand schnell eine Band, in der ich Gitarre spielen konnte. Dadurch, dass aber immer so viele Drogen konsumiert wurden, probten wir nur selten, kamen auch nie zu richtigen Auftritten, und in der Band selber gab es dann auch immer wieder Ärger. Ich hatte mir dann einen Job in einem Musikladen besorgt. Ich musste ja schließlich irgendwie meine Miete zusammenkriegen. Und dort hatte ich mich gut gemacht. Es dauerte nicht lange, bis der Besitzer mir seinen Laden anvertraute. Die Idee, ein eigenes Musikgeschäft zu eröffnen, war dann auch schnell geboren, und ich fing an, mir einen Plan zu machen, suchte sogar schon nach passenden Räumlichkeiten. Aber dann wurde meine Mom krank. Ja, und dann bin ich wieder hier gelandet. Aber eigentlich bin ich ganz zufrieden. Das Einzige, was mich an Sleepy Water noch stört, ist genau das, was ich früher schon immer so doof fand. Du hast hier keine Gleichgesinnten. Es gibt diese eine graue, verbohrte Masse, die sich durch die Stadt hin- und herbewegt. Like clockwork! Sobald du anders bist, wirst du ausgeschlossen. Und in New York war es egal, wie ich war. Man sollte Leute so sein lassen, wie sie sein möchten, und sie machen lassen, was sie machen möchten. Selbst wenn es so eine Kindergartenmusik-Show ist, wie die, an der ihr beide teilnehmt.«
Er lachte.
Charly und ich glotzten uns an.
Ich sagte zu Troy: »Ja, was tut man nicht alles, um aus diesem Kaff rauszukommen.«
Troy schraubte zurück.
»Ja, ist ja richtig. Probiert euch ruhig aus. Ihr werdet ja sehen, was ihr davon habt.«
Er lachte wieder.
Charly und ich fanden es aber nicht mehr zum Lachen.
»Wie meinst du denn das?«, fragte ich.
Troy verstand, dass wir uns angepisst fühlten und erklärte: »Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Man will mit euch Geld verdienen. Den Leuten seid ihr doch egal. Und ich weiß nicht, wie es bei Charly ist, aber dich, Ben, kann man ganz leicht knacken. Du bist viel zu sensibel für dieses Geschäft. Das wirst du schon noch sehen.«
Ich guckte zu Charly, der schaute auf die Überreste seines Frühstücks und mir nicht ins Gesicht, also dachte er wohl das Gleiche. Ich wollte mich von Troy aber nicht so einfach unterbuttern lassen, also fragte ich ihn: »Wieso denkst du denn so von mir? Du kennst mich doch gar nicht.«
»Ja, das ist richtig, ich kenne dich nicht. Aber ich sah bei den Blind Auditions einen kleinen Milchbubi, der mit übertrieben viel Gefühl die Nickelback-Schnulze ›How You Remind Me‹ gezwitschert hat. Und deshalb kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, dass du um dich beißen kannst. Wie hast du eigentlich vor, die Dominikanische Republik zu überleben? Hast du dir schon einen Plan gemacht?«
Mit offenem Mund saß ich auf meinem Sessel und war stinksauer. Ich schaute zu Charly, der sich vor Lachen kaum einkriegte, und brüllte: »Ihr mit euren scheiß Plänen, ihr geht mir unglaublich auf den Sack! Das ist ja so wie in ›Jagd auf Roter Oktober‹, wo es heißt: ›Die Russen gehen noch nicht mal ohne Plan aufs Klo‹. Jetzt kommt doch mal runter!«
Endlich schaltete sich Charly ein und erzählte Troy, was wir in den nächsten Tagen noch vorhatten.
Troy nickte und meinte, wenn wir noch Titel bräuchten, könnten wir jederzeit in seinen Laden kommen und seinen Bestand durchwühlen.
...

Unverkäufliche Leseprobe des Doreen Gehrke Verlags. Die Verwendung dieser Leseprobe, ob nun auszugsweise oder in vollem Umfang, ist ohne schriftlicher Zustimmung des Doreen Gehrke Verlags urheberrechtswidrig. Auch eine Übersetzung der Leseprobe sowie die Verwendung in elektronischen Systemen ist strafbar.



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